MFG, PDF, ABC … Was bedeutet jetzt bitte EFG?
EFG steht für Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde.
Oft nennen wir uns aber einfach nur „Baptisten“.
Baptisten?
Baptisten sind – weltweit gesehen – die größte evangelische Kirche. Besonders stark verbreitet sind sie in den USA und in Russland, aber auch in Teilen Afrikas und Asiens. Der Name ist vom griechischen Wort „baptistein“ = „taufen“ abgeleitet. In Deutschland gehören die Baptisten zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Dieser Bund zählt rund 88.000 Mitglieder in 930 Gemeinden und Zweiggemeinden. Er bildet damit die größte evangelische Freikirche in Deutschland. Die einzelnen Gemeinden sind gegenüber dem Bund eigenständig. Sie finanzieren und verwalten sich selbst.
1. Wir sind Christen: Wir glauben an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, wie es die Bibel uns erklärt.
2. Wir sind evangelisch: Mit den Kirchen der Reformation bekennen wir Jesus Christus als den Herrn und Retter der Welt, der uns allein aus Gnade und allein durch den Glauben vor Gott gerecht gemacht hat. Die Bibel ist Maßstab für unsere Lehre und unser Leben.
3. Wir sind Gemeinden gläubig getaufter Christen: Wir taufen nur Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Glaubensentscheidung getauft werden wollen.
4. Wir sind eine Freikirche: Seit unserer Entstehung treten wir für Religions- und Gewissensfreiheit ein und befürworten die Trennung von Kirche und Staat. Unsere Haushalte bestreiten wir aus freiwilligen Beiträgen unserer Mitglieder.
5. Wir sind ein Gemeindebund: Unsere Ortsgemeinden wissen sich von Gott in regionale Verbände und zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden zusammengeführt. Obwohl sie selbständig sind, wollen sie nicht unabhängig voneinander sein.
Worin unterscheiden sich Baptisten von anderen Kirchen?
Die Baptisten unterscheiden sich von anderen (Landes-) Kirchen durch ihre Taufpraxis und ihr Gemeindeverständnis.
Die 1834 von dem Hamburger Kaufmann Johann Gerhard Oncken (1800 bis 1884) in Deutschland gegründeten Baptisten praktizieren die Glaubenstaufe, d.h. wir taufen nur Leute, die sich aus freien Stücken und bewusst dazu entschieden haben. Außerdem gibt es keine Kirchensteuer, sondern wir finanzieren uns ausschließlich mit Spenden.
Wie ist denn so ein Gottesdienst bei uns aus?
Die Gemeinden sind relativ überschaubar, dadurch entsteht oft eine familiäre Atmosphäre. Im Gottesdienst gibt es verschiedene Elemente, die vorkommen. Allerdings gibt es keinen festen Ablauf, keine Lithurgie. Die Message, oder altdeutsch „Predigt“ ist immer mit dabei. Daneben gibt es Musik wie z.B. Worship-Lieder, Theaterstücke, Elemente für Kinder oder andere Dinge. So ein Sonntag ist meist bunt gemischt, für jeden ist etwas dabei. Wir als Jugend wünschen uns natürlich immer noch mehr Tempo, aber dafür machen wir ja unsere eigenen, so wie sie uns gefallen. Die Gottesdienste sind übrigens offen für Gäste. Einfach Tür auf – und selbst ein Bild machen!